Bericht zum 8. März 2015

hh0Seit vorletztem Jahr haben wir als Teil der Durchsetzung des proletarischen Feminismus innerhalb der revolutionären Bewegung der BRD großen Wert darauf gelegt ein kraftvolles Kontingent auf der 8. März Demo in Hamburg zu organisieren. Als Teil der Entwicklung unserer Arbeit haben wir dieses Jahr in Absprache mit Genossinnen und Genossen in Berlin und Köln beschlossen den Schwerpunkt unserer  Arbeit in die Arbeiterviertel selbst zu legen. Wir haben deswegen eine systematische Kampagne in den Wochen vor dem 8. März und auch am 8. März selbst in den Arbeitervierteln in Berlin, Hamburg und Köln durchgeführt. In diesen drei Städten haben wir auch an den unterschiedlichen Demonstrationen teilgenommen. Bei der Demonstration in Hamburg waren wir Teil des Bündnisses, das die Demo organisiert hat, trotzdem konnte sich eine Hauptparole der Demonstration durchsetzen welche wir nicht teilen und deswegen war unsere Teilnahme an er Demonstration begrenzter als wir gehofft hatten. Wir hoffen und glauben, dass wir durch eine aktive Debatte und gemeinsame Praxis in der Zukunft eine höhere Einheit auf prinzipieller Grundlage mit unseren Bündnisgenossinnen erreichen können.

Wir finden es wichtig zu betonen, dass der proletarische Feminismus niemals eine moralische Frage über den moralischen Charakter der Frauen war oder sein wird, sondern eine Kriegserklärung gegen das Patriarchat und das diejenigen, die über Frauenkampf ohne Kampf gegen Patriarchat, ohne Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen durch die Männer reden das ABC des Marxismus nicht verstanden haben und das eine Praxis, wie wir schon mit aller Deutlichkeit gesehen haben, die sich auf einer solchen Theorie basiert nur dazu führt, dass der „Frauenkampf“ ein Aushängeschild wird und in der Praxis die Genossinnen zu Ehefrauen, Müttern, Geliebten oder irgendwelchen anderen Bezeichnungen degradiert werden, was sie alle gemeinsam haben, um das in der lingua franca des Imperialismus auszudrücken: „Sidekicks“. Ein Standpunkt den wir nur auf das schärfste zurückweisen können.

– Rotes Frauenkomitee Hamburg
8. März 2015

Aktivitäten zum 8. März in Berlin

Am 8. März wurden in Berlin anlässlich des internationalen Frauenkampftags an verschiedenen Orten Transparente mit der Parole „Frauen kämpft und wehrt euch!“ und unterschrieben mit „RFK“ aufgehängt, um die Massen in diesen Stadtteilen für den Frauenkampftag und den proletarischen Feminismus zu gewinnen. Zur Mobilisierung zur Demonstration wurden Plakate aufgehängt.

Etwa 5000 Personen zogen in Berlin vom Rosa-Luxemburg-Platz zum Brandenburger Tor. Die Demonstration war geprägt von überwiegend kleinbürgerlich feministischen Ausdrücken, sowie der Präsenz von bürgerlichen Parteien von SPD und Grünen über die PDL bis zur MLPD und führte nicht durch die Arbeiterviertel Berlins, sondern durch die Innenstadt. Viele vermissten Ernsthaftigkeit bei der Demonstration, die eher einer Parade oder einem Rave glich. An der Demonstration beteiligten sich einige Genossen und Massen unter unserer Fahne. Das von unserem Kontingent über 70% neue Massen waren zeigt, welche Relevanz und welch mobilisierende Wirkung der Kampf um die Emanzipation der Frau hat.

b3b2b1Aktivitäten zum 8. März in Hamburg

Aus Anlass des internationalen Frauenkampftages gab es dieses Jahr eine Fülle von Aktivitäten in Hamburg. Bereits am 7. März gab es dieses Jahr die Demonstration anlässlich des 8. März‘, organisiert von einem Bündnis aus verschiedenen Frauenorganisationen, in der Hamburger Innenstadt. An dieser nahmen bis zu 500 Personen teil, es wurden viele Reden gehalten, darunter auch vom Roten Frauenkomitee Hamburg. Ein großer Teil der Demo bestand aus progressiven Frauen- und Arbeiterorganisationen, vor allem aus der Türkei. Das Rote Frauenkomitee hatte zuvor mit hunderten Plakaten und hunderten Flugblättern zu der Demonstration mobilisiert. Am Abend gab es eine kulturelle Veranstaltung der Frauenorganisationen ADKH (Demokratische Frauenbewegung in Europa) mit Theater, Film, Musik und Reden, auch hier wurde eine Grußbotschaft an die revolutionären und kämpfenden Frauen weltweit des Roten Frauenkomitees verlesen.

hh1In wahrer Anwendung des proletarischen Feminismus, ihn hochzuhalten und zu verteidigen wurden auch am 8. März Aktionen in  Arbeitervierteln Hamburgs. In Dulsberg, Billstedt  und Wilhelmsburg wurden Kundgebungen abgehalten, bei denen in Reden die Unterdrückung der Frau in unterdrückten und imperialistischen Ländern und auf den Apolitismus der Frauen eingegangen wurde. Aber auch auf die kämpfenden und sich wehrenden Frauen in Peru, Indien, Brasilien, Türkei, Bangladesch usw., die als ein Beispiel für die revolutionären Frauen in Deutschland dienen sollen. In der Nacht zum 8. März tauchten zusätzlich in einigen Arbeitervierteln Transparente auf mit den Parolen „Heraus zum 8. März! Proletarischer Feminismus für den Kommunismus!“ und „Frauen kämpft und wehrt euch!“

hh2hh3hh4hh5hh6hh7hh9hh10hh11hh12hh13Aktivitäten zum 8. März in Köln

Anlässlich des 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, beteiligten sich an der zentralen Demonstration die einen Tag vorher stattfand ca. 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ausgehend vom Wiener Platz wurde nach der Eröffnungskundgebung unter großem Zuspruch der Anwohner die Demonstration durch Mühlheim durchgeführt. Aber auch vor und nach dem 7. März kam es zu Aktivitäten: In verschiedenen Stadtteilen wurden anlässlich des 8. März im Vorhinein Poster aufgehängt, die zur Demonstration mobilisierten und am 8. März wurde ein großes Transparent in Mülheim aufgehängt.

k1k2Report on the 8th of March
Since the year before last we had put great effort to organize a powerful contingent for the 8th of March Demonstration in Hamburg, as a part for the implementation of proletarian Feminism within the revolutionary movement in FGR. As a part of the development of our work we decided in consultation with comrades in Berlin and Cologne to focus our work on the working class areas themselves. Because of that we conducted a systematical campaign in the weeks before 8th of March and on the 8th of March itself in the working class areas of Berlin, Hamburg and Cologne. In this three cities we also participated in the various demonstrations. We were part of the alliance which organized the demonstration in Hamburg, but regardless a main slogan was implemented for the demonstration which we do not correspond with and because of that our participation in the demonstration was more limited than we hoped for. We hope and believe that we can reach a higher unity on a principal basis with our comrades in the alliance through an active debate and a common practice.

We think it is important to emphasize that proletarian Feminism is never and will never be an issue of moral about the morally charakter of women, but a declaration of war against patriarchy and those who talk about women’s struggle without struggle against patriarchy, without struggle against the oppression of women through men, they  do not understand the ABC of marxism and that practice, what we saw with clarity, which is based on this kind of theory just leads to a “women’s struggle” which becomes just a signboard and in practice to degrade female comrades to wifes, mothers, lovers or any other denotation, what they all have in common, to say it in the lingua franca of imperialism: “sidekicks”. A stand which we can just repulse sharply.

-Red Women’s Committee
8th of March 2015

Activities for the 8th of March in Berlin

On the 8th of March in Berlin regarding the international women’s day of struggle banners were put up on various locations showing the slogan “Women fight and resist!” and signed with “RFK” to win the masses in those areas over for the women’s day of struggle and proletarian Feminism. To mobilize for the demonstration posters were put up.

About 5000 persons marched in Berlin from Rosa-Luxemburg-Platz to Brandenburger Tor. The demonstration was embossed mainly by petty bourgeois expressions as well as the presence of bourgeois parties from SPD and green party over PDL to MLPD and did not march through the working class areas of Berlin but through the city center. Many were missing seriosness in the demonstration, which was more equal to a parade or an rave. In the  demonstration some comrades and masses were participating under our flag. Our contingent consisted of 70% new masses, which shows what relevance and what mobilizing effect the struggle for the emancipation of women has.

Activities for the 8th of March in Hamburg

Regarding the international women’s day of struggle there where a lot of activities in Hamburg this year. Already on the 7th of March this year there was a demonstration regarding the 8th of March through the city center of Hamburg, organized by an alliance of different women’s organizations. Up to 500 people participated at the demonstration, a lot of speeches were hold, among them the Red Women’s Committee (Hamburg). A big part of the demonstration consisted of revolutionary women’s and workers organizations, especially from Turkey. Beforehand the Red Women’s Committee mobilized for the Demonstration with hundreds of posters and hundreds of leaflets. In the evening the women’s organization ADKH (Democratic Women’s Movement of Europe) held a cultural event with theater, movies, music and speeches, among them a greeting from the Red Women’s Comittee to to the revolutionary and fighting women worldwide.

In true implementation of proletarian feminism, to uphold and defend it, there where actions on the 8th of March  in some working class areas of Hamburg too. In Dulsberg, Billstedt and Wilhelmsburg rallies where held, on which speeches where hold about the oppression of women in oppressed and imperialist countries and the apolitism of women. But also about the fighting and resisting women of Peru, India, Brazil, Turkey Bangladesh etc., which shall set an example for the revolutionary women in Germany. In the night before the 8th of March there also appeared banners in some working class areas, showing the slogans “Onto the streets for the 8th of March! Proletarian feminism for communism!” and “Women fight and resist!”

Activities for the 8th of March in Cologne

In celebration of the 8th of March, the international women’s day of struggle, about 700 hundred people participated in the central demonstration the day before. Starting from Wiener Platz after the opening declarations the rally marched through Mühlheim receiving great appreciation by the local residents. But also before and after the 7th of March there were activities: On occasion of the 8th of March posters were put up in different areas to mobilize for the demonstration and on the 8th of March itself, a large banner was put up in Mühlheim.

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